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DISSEN - 27.01.2017


André Berghegger zu Besuch - Geld vom Bund für Bildung und Soziales in Dissen?


Auf den neusten Stand brachte sich CDU-Bundestagsabgeordneter André Berghegger bei einem Gespräch in Dissen. Homann, das Krankenhaus, Schule und Soziales waren die Hauptthemen der Unterhaltung mit den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses. Doch auch "die klebrigen Hände" Niedersachsens boten Gesprächsstoff. Denn schnell kam der Verwaltungsausschuss auf die spezifische Problemlage zu sprechen, die sich in einer Industriestadt kaum vermeiden lässt: "Wir haben in Dissen eine Industrie, die weltweit tätig ist - und so haben wir auch die Welt in Dissen", lobt Wilhelm Meyer zu Erpen (Grünen-Fraktion) und spielt damit auf eine Bevölkerungsstruktur an, die einen vergleichsweise hohen Anteil von Einwanderern aus dem EU-Ausland aufweist. Dass dies auch eine Chance ist, darin sind sich die Mitglieder des Verwaltungsausschusses einig.

Mit dem Verwaltungsausschuss diskutiert André Berghegger (links unten) über Themen die Dissen bewegen. Im Bild unten von links: André Berghegger, Hartmut Nümann, Heiner Prell; oben von links: Stefanie Hörning (CDU), Meike Krüger (CDU), Maren Öynhausen (UWG) und Derk van Berkum (SPD). Wilhelm Meyer zu Erpen (Grünen-Fraktion) fehlt auf dem Bild. Foto: Andrea Pärschke


Geld für Schulen?

Dass diese Chance jedoch auch Schwierigkeiten bergen kann, erklärt schließlich Stefanie Hörning (CDU): "Natürlich integrieren wir Einwanderer", betont sie, aber es sei auch eine Herausforderung alles "zu wuppen". "Man muss daran denken", sagt Meyer zu Erpen. Dissen stehe in jedem Gewürzregal, doch es sei trotzdem eine kleine Stadt. Das spiegelt sich auch in der Finanzsituation wieder: Laut der Ratsmitglieder flössen beinahe alle Gelder in öffentliche Einrichtungen. "Das Thema Sprache ist das A und O", verdeutlicht Derk van Berkum (SPD) eine der Maßnahmen. Und Maren Öynhausen (UWG) gibt einen Einblick in die Rolle, die Firmen bei der Integration spielen: "Einige engagieren sich, manche verlassen sich aber auf die Stadt".

Klebrige Hände Niedersachsens

Das Gespräch drehte sich außerdem um Gelder, die eventuell vom Bund gezahlt werden könnten. Ende November hatte die Bundesregierung beschlossen sich beim Thema Bildung in finanzschwachen Kommunen stärker zu engagieren. Ob Dissen einen Anspruch geltend machen kann, bleibt offen. Ohnehin wird das Geld zunächst an die Länder weitergereicht. "Der Bund durfte lange Zeit nicht einmal kontrollieren, wie die Länder das Geld genau einsetzen", berichtet der Bundestagsabgeordnete. Da sei es schon mal geschehen, dass das Geld "an klebrigen Fingern des Landes" hängen blieb. Das soll in Zukunft nicht mehr so einfach sein.

Krankenhaus, Homann, IGS

Doch Finanzfragen sind bei weitem nicht das einzige Thema, das Dissen bewegt. "Das Krankenhaus, Homann und die Integrierte Gesamtschule sind die Punkte, die emotional und medial mit Dissen verbunden sind", erklärt Bürgermeister Hartmut Nümann. Besonders Letzteres kennt der Bundestagsabgeordnete allzugut aus eigener Anschauung. Denn als ehemaliger Meller Bürgermeister kann er sich noch gut an die Gründung der dortigen IGS erinnern. Dort sei nun "alles gut". Das gleiche wünscht er sich auch für den Südkreis Süd: "Ich hoffe, dass Dissens Anliegen auf Kreisebene sachlich begleitet wird". Denn schließlich stehe hinter der Entscheidung von Dissens Rat der Elternwille.

An die Grenzen gehen

Größter Stolz und gleichzeitig Dissens derzeitiges Sorgenkind ist die Firma Homann. Ob sie bleibt, ist noch nicht entschieden. André Berghegger kann die Gedanken, die sich der Rat zum Thema macht, verstehen: "Als Politiker, als Gemeinde kann man alles Vorbereiten, sein bestes tun, den Unternehmen ein gutes Angebote machen", sagt er. Gemeinde und Städte würden dabei mitunter an ihre Leistungsgrenze gehen. Schließlich komme jedoch der Tag, an dem die Politik nichts mehr machen könne: "Am Ende entscheiden die Unternehmer selbst".


Text und Foto: Neue OZ